"Wir wollen mit Intensität spielen, mit Leidenschaft, mit viel Tempo",
sagt Norbert Opitz im Podcast "Frisch an die Arbeit". "Das erfordert ein
hohes Maß an Engagement." Opitz ist seit fast 20 Jahren Trainer bei Alba
Berlin, einem der erfolgreichsten Basketballvereine Deutschlands. Bei
dem Club kümmert sich Opitz um die Nachwuchsarbeit, das heißt um die
Jugendmannschaften. Durch seinen Job weiß er, wie Liebeskummer,
Notendruck oder ein Streit mit den Eltern die Leistung der jungen
Sportler beeinflussen können. "Ich muss mich fragen: Wer braucht Feuer,
wer braucht Zuspruch? Bei wem guckt man weg und drückt ein Auge zu?"
Opitz, 43, ist derzeit zuständig für die männliche U16-Mannschaft, die
in der Bundesliga spielt. Zu seinem Job gehört auch, sich um die Eltern
zu kümmern. Manchmal bittet er sie in Gesprächen, sich mehr oder weniger
zu engagieren. "Mittlerweile, mit Anfang 40, kriege ich den notwendigen
Respekt von den Eltern. Aber mit Anfang 20 musste ich mich trauen, dem
40-jährigen Vater zu sagen: 'So, ich bin hier der Trainer und ich
entscheide, was mit deinem Sohn passiert.'"
Mehrere Jahre lang hat Opitz die NBA-Stars und Brüder Franz und Moritz
Wagner trainiert, die in Berlin aufgewachsen sind, heute aber in den USA
leben und dort Millionengehälter verdienen. "Wenn das Training losgeht,
sind die beiden hart zu sich selbst, hart zu allen anderen, aber immer
fokussiert und konzentriert", weiß Opitz.
Im Podcast erzählt er, wieso Mannschaftssport Pubertätsprobleme lösen
kann, wie er ein Basketballtalent erkennt und weshalb er trotz niedrigem
Gehalt gerne an sieben Tagen die Woche arbeitet.
"Frisch an die Arbeit" wird jeden zweiten Dienstag veröffentlicht. Es
moderieren im Wechsel Daniel Erk, Hannah Scherkamp und Elise Landschek.
Das Team erreichen Sie unter
[email protected].
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