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Clio auf die Ohren

Podcast Clio auf die Ohren
Andreas Frings
„Clio auf die Ohren“ ist der Podcast des Historischen Seminars an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz. Wir arbeiten aus der geschichtswissenschaftlichen Fo...

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  • „Über die schreckliche Eis-fahrt": Das Rheinhochwasser 1784
    Das Extremhochwasser im Winter/Frühjahr 1784, das mit Eisgängen und Überschwemmungen einherging, entfaltete seine Wirkung m Gegensatz zu regionalen Ereignissen (wie dem Erdbeben von Lissabon) überregional. Es führte zu Toten und Verheerungen in West-, Mittel- und Osteuropa. In diesem Podcast widmen wir uns einer Mikroperspektive und schauen uns die Auswirkungen dieses Hochwassers in Neuwied an, einer multikonfessionellen Stadt, die erst im 17. Jahrhundert neu begründet worden war. Dabei diskutieren wir mit Christian Zimmermann, der über diese Geschichte in lokalen Archiven geforscht und darüber auch seine Masterarbeit geschrieben hat, auf welche Art und Weise die Menschen vor Ort mit diesem Extremereignis umgegangen sind.Literaturtipps:Börngen, Michael; Tetzlaff, Gerd (Bearb.): Weikinn, Curt: Quellentexte zur Witte-rungsgeschichte Europas von der Zeitenwende bis zum Jahr 1850. Hydrographie – Teil 5 (1751-1800). Berlin, Stuttgart 2000.Brázdil, Rudolf [u. a.]: European floods during the winter 1783/1784: scenarios of an extreme event during the ‘Little Ice Age‘. In: Theoretical and Applied Climatology 100 (2010), S. 163-189.Deutschmann, Frank: Mikrogeschichte in St. Goar – Wer räumt hier eigentlich auf? Die Folgen einer Umweltkatastrophe im Jahre 1784. Gutenberg 2014.Ennen, Edith: Eisgang und Hochwasser 1784 am Niederrhein. In: KÖRNER, Martin (Hrsg.): Stadtzerstörung und Wiederaufbau Band 1. Zerstörungen durch Erdbeben Feuer und Wasser. Bern [u. a.] 1999, S. 303-308.Eßer, Reingard: „Ein sonderlich und erschröcklich Wasserflut“. Desaster-Management in der Frühen Neuzeit. In: Münch, Paul (Hrsg.): "Erfahrung" als Kategorie der Frühneu-zeitgeschichte (= Historische Zeitschrift Beihefte Neue Folge Bd. 31). München 2001, S. 217-227.Fischer, Katrin: Historisch-geowissenschaftliches Wissen und die Möglichkeit der Prävention von Katastrophen. In: Darmstädter Atheneforum (Hrsg.): Katastrophen. Herausforderungen und Chancen. Baden-Baden 2018, S. 109-156.Heuser-Hildebrandt, Birgit: Die Hochwasserkatastrophe von 1784 in Mainz. Ursachen, Auswirkungen, Krisenmanagement. In: Gonsenheimer Heimatbuch 14 (2006), S. 29-45.Kleemann, Katrin: A Mist Connection. An Environmental History of the Laki Eruption of 1783 and its Legacy. Berlin; Boston 2023.Muscheid, Helmut: Blöcke aus Eis rissen die Mauern der Häuser ein. Hochwasserkatastrophe 1784. In: Landkreis Neuwied (Hrsg.): Heimat-Jahrbuch des Landkreises Neuwied 1998. Neuwied 1998, S. 125f.Pfister, Christian: Naturkatastrophen und Naturgefahren in geschichtlicher Perspektive. Ein Einstieg. In: Ders. (Hrsg.): Am Tag danach. Zur Bewältigung von Naturkatastrophen in der Schweiz 1500-2000. Bern [u. a.] 2002, S. 11-26.Schmidt, Martin: Hochwasser und Hochwasserschutz in Deutschland vor 1850. Eine Auswertung alter Karten und Quellen. München 2000.Spata, Manfred: Das Jahrtausend-Hochwasser von 1784 in Bonn und Beuel. Beueler Hochwassermarken als Erinnerung an die Eiswasserkatastrophe (= Kleine Beiträge zu Denkmal und Geschichte im rechtsrheinischen Bonn Bd. 4). Bonn 2017.
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  • Historische Nachhaltigkeit: Mensch und Umwelt in der historischen Lehre
    Nachhaltigkeit bedeutet, die Bedürfnisse der Gegenwart so zu befriedigen, dass die Möglichkeiten zukünftiger Generationen nicht eingeschränkt werden. Bei dieser „Nachhaltigkeit“ geht es also um eine Art Generationengerechtigkeit, und das ist für Historiker:innen schwierig zu greifen, denn zum einen beschäftigen wir uns normalerweise nicht mit zukünftigen Generationen, und zum anderen denken wir auch nicht gerade täglich über Fragen von Gerechtigkeit nach, denn das ist ein ethisches Geschäft. Im Sommersemester 2024 sind wir in sehr unterschiedlichen Hauptseminaren in verschiedenen Epochen der historischen Nutzung von Ressourcen, der Frage des Umgangs mit Ressourcen und des Umgangs des Menschen mit seiner natürlichen Umwelt nachgegangen. In diesem Podcast darf Andreas Frings Studierenden zu Nachhaltigkeit in der geschichtswissenschaftlichen Lehre interviewen. Wir sprechen über Nutzung von Ressourcen und Umgang mit Ressourcen. Genauer: Wir sprechen über Starkregenereignisse und verheerende Hochwasser im Spätmittelalter, über Wölfe als bedrohliches Stereotyp in der wissenschaftlichen Literatur der Frühen Neuzeit, Landgewinnung für die Landwirtschaft im sowjetischen Zentralasien und umweltpolitische Kontroversen rund um den Baikalsee, den tiefsten und wasserreichsten See der Erde. Und wir unterhalten uns an diesen Beispielen auch über das geschichtswissenschaftliche Studieren, das mit Überraschungen gepflastert sein kann.Literaturtipps:Wir verzichten für diesen Podcast auf Literaturverweise. Stattdessen laden wir Sie herzlich ein, selbst über ein Geschichtsstudium nachzudenken. Keine Lektüre kann den Besuch eines geschichtswissenschaftlichen Seminars ersetzen.
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  • Der Aralsee zwischen imperialer Vermessung und sozialistischer Vision
    Mit dem Aralsee verbinden wir, wenn wir schon einmal davon gehört haben, das Bild verrosteter Schriffswracks in einer Wüste, die lange zuvor einmal ein Meer gewesen sein muss. Noch bis zum Zweiten Weltkrieg war der Aralsee sogar der viertgrößte Binnensee der Erde; 1950 umfasste er noch 65.000 Quadratkilometer Wasseroberfläche, heute sind es knapp 8.000 Quadratkilometer. Dieses Austrocken des Aralsees ist wohl eine der größten globalen Umweltkatastrophen des 20. Jahrhunderts – und es verdankt sich einer schon weiter zurückreichenden, sowohl zarenzeitlichen als auch sowjetischen Nutzung der wasserzuführenden Ströme Amu-Darja und Syr-Darja für landwirtschaftliche Projekte. Kurzum: In der Geschichte des Aralsees spiegelt sich die Kehrseite der technisch-rationalen Moderne.Gemeinsam mit den Osteuropahistorikern Paul Josephson und Jörn Happel rekonstruiert Eneko Mauritz in diesem Podcast die komplexe Geschichte der Erschließung des Aralsees im späten 19. Jahrhundert bis in die Wassernutzung der sowjetischen Landwirtschaft hinein und macht so die Hintergründe dieser Umweltkatastrophe hörbar.Literaturtipps:Jörn Happel: Nomadische Lebenswelten und zarische Politik. Der Aufstand in Zentralasien 1916, Stuttgart: Franz Steiner Verlag 2010.Ders.: Scholarship and Unknown Waters. Humboldt the Scholar, Shevchenko the Painter, and Captain Butakov on the Aral Sea, 1848–49, in: Jörn Happel, Melanie Hussinger, Hajo Raupach (Hg.): Expeditions in the Long Nineteenth Century. Discovering, Surveying, and Ordering, New York; London 2024, S. 50-71.Paul Josephson: “War on Nature as Part of the Cold War: The Strategic and Ideological Roots of Environmental Degradation in the USSR, in: J. R. McNeill, Corinna R. Unger (Hg.): Environmental Histories of the Cold War. New York 2010, S. 21-49.Paul Josephson, Nicolai Dronin, Ruben Mnatsakanian, Aleh Cherp, Dmitry Efremenko, Vladislav Larin (Hg.): An Environmental History of Russia. New York 2013.Julia Obertreis: Imperial Desert Dreams. Cotton Growing and Irrigation in Central Asia, 1860–1991, Göttingen 2017.Dies.: Baumwollanbau, Bewässerung und ökologische Folgen in Zentralasien, in: Religion & Gesellschaft in Ost und West 49 (2021) 1, S. 22-25.Dies.: Eine „ökologische Katastrophe“ in historischer Perspektive. Die Verlandung des Aralsees und die russländische und sowjetische Bewässerungs- und Baumwollanbaupolitik in Usbekistan und Turkmenistan seit der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts, in: Theoralf Klein, Reiner Prass, Susanne Rau, Lars Schladitz (Hg.): Umweltgeschichte in globaler Perspektive (2010), S. 1-26; URL: http://www.db-thueringen.de/servlets/DerivateServlet/Derivate-28241/Obertreis_Verlandung_Aralsee.pdf.
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  • Russlanddeutsche Spätaussiedlerin: Interview mit Frau Wambolt
    Nach zwei Podcasts, in denen Studierende auf Experten zugegangen sind und Interviews mit Hans-Christian Petersen und Viktor Funk geführt haben, möchten wir in diesem dritten und letzten Podcast der Substaffel über russlanddeutsche Spätaussiedler eine solche Spätaussiedlerin selbst sprechen lassen. Hierfür hat Dennis Wambolt unterstützt von Jenny Babikir seine eigene Großmutter angesprochen - und das Interview, das alle Klischees und Stereotype gleich hinter sich lässt, gewährt einen ganz wunderbaren Einblick in die Perspektive einer Russlanddeutschen.
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  • Die Repräsentation von Russlanddeutschen im öffentlichen Raum
    Wie und wo werden russlanddeutsche Spätaussiedler heutzutage in öffentlichen medialen Zusammenhängen dargestellt und repräsentiert, wie thematisieren sie sich selbst, und welche Schwierigkeiten wirft es auf, dass es sich eben nicht um eine überschaubare homogene Gruppe handelt? Im zweiten Podcast zu den russlanddeutschen Spätaussiedlern in der zweiten Staffel "Migrationen und Mobilität im 20. Jahrhundert" gehen Kristine Fabert, Niklas Fink, Julian Münch und Philipp Dewes mit Viktor Funk ins Gespräch, einem russlanddeutschen Journalisten, Publizisten und Romanautor, der diese Fragen aus vielen Perspektiven beantworten kann.Literaturtipps:Viktor Funk: Mein Leben in Deutschland begann mit einem Stück Bienenstich. Roman. Frankfurt am Main 2017. Überarbeitete Neuausgabe: Bienenstich. Roman. Berlin 2023Wir verstehen nicht, was geschieht. Roman. Berlin 2022.
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Weitere Bildung Podcasts

Über Clio auf die Ohren

„Clio auf die Ohren“ ist der Podcast des Historischen Seminars an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz. Wir arbeiten aus der geschichtswissenschaftlichen Forschung und Lehre heraus. Manchmal podcasten hier Lehrende, manchmal Studierende, immer aber sind es Menschen mit großer Neugier und einer Begeisterung für geschichtswissenschaftliche Erkenntnisreisen. Manche Podcasts verstehen wir als eine Art Bohrung, um historische Tiefenschichten zu bergen, die im historischen Wissen unserer Gegenwart verschüttet worden sind. In anderen Podcasts begeben wir uns auf die Suche nach Antworten auf historische Fragen – und Ihr dürft neben uns herlaufen! Alle unsere Podcasts versuchen, die Grenzen des geschichtswissenschaftlich Diskutierbaren auszuloten: Wo sind diese Grenzen, wie erreichen wir sie? Das gilt auch für die Themenwahl: Nur zu gerne loten wir Themen jenseits des Alltagskanons aus. Dabei leitet uns eine Frage: Was können wir im Gespräch oder in der Suchbewegung zu einem konkreten historischen Problem über die Welt zu dieser Zeit lernen, politisch, sozial, ökonomisch oder kulturell? Begleitet uns gerne bei unseren Bohrungen und Suchbewegungen!
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