PodcastsBildungZukunft Denken – Podcast

Zukunft Denken – Podcast

Alexander Schatten
Zukunft Denken – Podcast
Neueste Episode

148 Episoden

  • Zukunft Denken – Podcast

    147 — Digitale Kolonie oder Souveränität? Ein Gespräch mit Wilfried Jäger und Kevin Mallinger

    23.02.2026 | 1 Std. 2 Min.
    Der Titel der heutigen Episode ist: Digitale Kolonie oder Souveränität? Europa steckt in einer Reihe von Herausforderungen, eine davon ist, wie wir die immer durchdringendere Digitalisierung zu unserem Vorteil nutzen und die damit verbundenen Risiken minimieren können.

    Ich freue mich besonders, für dieses sehr wichtige Thema zwei Gesprächspartner zu haben: Wilfried Jäger und Kevin Mallinger.

    Wilfried hat in Wien technische Physik studiert und anschließend eine Postdoc-Stelle im Bereich „Industrial Policy” am MIT in den USA angenommen. Danach war er als Berater mit Schwerpunkt IT-Einsatz tätig. Seine Konzernlaufbahn konzentrierte sich auf physische Infrastrukturen, zunächst im Bereich Eisenbahn und später im Rechenzentrumsbetrieb. Diese Tätigkeit hatte er auch in der Verwaltung inne, bis er vor ca. 8 Jahren den Schwerpunkt auf KI in der Verwaltung legte.

    Seine Interessensschwerpunkte sind digitale Infrastrukturen und Open-Source-Software. Neben der beruflichen Tätigkeit, und dies ist für diese Episode ebenfalls sehr wichtig, hat er vor mehr als 15 Jahren den Verein OSSBIG mitgegründet, der das Thema Unabhängigkeit und Souveränität auf unterschiedlichen Ebenen propagiert.

    Kevin ist Leiter der Forschungsgruppe Complexity and Resilience und verantwortlich für die anwendungsorientiere Forschung im Forschungszentrum SBA Research in Wien.Er ist im Bereich der Informatik und Komplexitätsforschung  mit einem besonderen Schwerpunkt auf nachhaltige Technologien. Außerdem leitet er bei der Österreichischen Computer Gesellschaft die Arbeitsgruppe Informatik und Nachhaltigkeit.

    Digitale Souveränität ist aktuell in aller Munde, besonders in Europa, aber ist es schlicht ein Buzzword, alter Wein in neuen Schläuchen oder relevant und wichtig? Ich nehme in diesem Podcast von Buzzword-Themen Abstand. Daher ist es aus meiner Beobachtung eine wesentliche Diskussion, die wohl seit mindestens 25 Jahren schwelt, und gerade wieder gehyped wird, dennoch aber von fundamentaler Bedeutung ist.

    Aber zunächst gehen wir einen Schritt zurück: Viele Zuhörer sind keine Techniker — warum ist Software und digitale Souveränität überhaupt ein Thema?

    Vor einigen Jahrzehnten war es noch schwer, die gesellschaftliche Bedeutung in der Breite der Gesellschaft klar genug zu machen, auch wenn die technisch/ökonomische schon einigen klar war. So erklärt sich unter anderem auch die Gründung der OSSBIG, von der Wilfried erzählt. 

    Digitalisierung hat nun die gesamte Gesellschaft sehr offensichtlich in jeder alltäglichen Dimension durchdrungen — damit werden auch Abhängigkeiten und Gefahren in der Breite deutlicher.

    Was ist somit unter der Plattformisierung digitaler Infrastrukturen zu verstehen? Was sind die Folgen? Die gesamte Prozesskette ist ungleich komplexer geworden und damit natürlich auch die Fortpflanzung von Fehlern und Abhängigkeiten ausgeprägter. Hinzu kommt der evolutionäre Aspekt von Technik, das heißt, Neues wird immer auch auf Altem aufgebaut, was neue Herausforderungen mit sich bringt.

    Diese Situation ist eben keine rein technische mehr, sondern ist zu einer komplexen Gemengelage aus technischen, geopolitischen, militärischen und wirtschaftlichen Themen geworden. Das macht die Sache natürlich nicht einfacher.

    Wie sehen wir digitale Souveränität und Autonomie? Wer ist souverän, in welcher Hinsicht? Welche Rolle spielen andere Schlagworte in diesem Umfeld, etwa Komplexität, Open Source und Open Protocol, Netzwerkeffekte?

    Ein Indikator für die Explosion an IT-Services und Diensten und daraus folgender Komplexität:

    »Wir haben IPV6 eingeführt, weil wir mussten — das hat mehr IP-Adressen als es Atome im Weltall gibt.«

    Welche Rolle spielen Marktmechanismen in diesem Kontext? Wie werden neue Technologien eingeführt? Was können wir aus der Vergangenheit lernen?

    »Aus Spaß wird Ernst und aus Ernst wird Infrastruktur.«

    Technik ist meist ein zweischneidiges Schwert:

    »Auf der einen Seite gewinnen wir Freiheiten, auf der anderen Seite schaffen wir Abhängigkeiten auf einer anderen, meist systemischen Ebene.«

    Diese Abhängkeiten, diese Infrastruktur muss heute sogar global betrachtet werden. Single Points of Failure sind nicht mehr theoretisch, sondern immer wieder zu beobachten.

    »Durch die Komplexität verlieren wir den Überblick.«

    Abhängigkeiten gehen weit über die IT hinaus und sind teiweise zirkulär. Was bedeutet dies konkret? Software ist zwar ein virtuelles Gut, aber wird dadurch noch schneller weltumspannend wirksam.

    Wie wirkt Evolution in der Software?

    innerhalb einer Organisation

    marktwirtschaftlicher Wettbewerb zwischen Unternehmen

    Open Source — wir funktioniert Evolution hier?

    Welche Auswirkungen hat das auf Eigentumsrechte, Verantwortlichkeit, Motivation, Zentralität vs. Dezentralität? Wer hat noch Kontrolle über die Systeme, die entwickelt werden und die sich evolutionär weiterentwickeln?

    Es kommen wieder die häufig genannten Fragen auf: Wo findet Steuerung und Kontrolle statt und wo soll sie vernünftigerweise stattfinden? Kann man Komplexität überhaupt sinnvoll zentralisieren?

    »Der Steuerungsmechanismus kann nicht weniger komplex sein als das System selber.«

    Kehren wir also wieder zu den frühen kybernetischen Erkenntnissen und Problemen zurück? Das wurde von W. Ross Ashby (und Stafford Beer) als Law of Requisite Variety bezeichnet.

    Was ist Edge Computing? Wie können verteilte Ansätze hier weiterhelfen?

    Aber wie schafft man die Abwägung zwischen größeren strategischen Überlegungen und operativen taktischen Entscheidungen? Wie lösen wir das Koordinationsproblem?

    Warum ist es weiter problematisch, Open Source und kommerzielle Software klar trennen zu wollen? Was ist nun die Überlappung zwischen Open Source/Protocol und Souveränität?

    »Souveränität bedeutet, dass ich genügend Handlungsoptionen in einem komplexen Umfeld habe. Jeder Mechanismus, der mir das ermöglicht, erhöht meine Souveränität.«

    Was sind Software-agnostische Daten? Was sind Protokolle und warum sind solche, die sich als Standard etabliert haben, kaum mehr wegzubekommen? Was bedeutet dies im Kontext der digitalen Souveränität?

    Software — alles schnell, Programme von gestern spielen keine Rolle mehr, jeden Tag eine neue App? Oder läuft wesentliche Software über Jahrzehnte, oder noch länger? Und die Daten, mit denen operiert wird, haben noch wesentlich längere Lebenszyklen. Wie gehen wir im Zeitalter der Digitalisierung damit um? Es gibt auch in der Privatindustrie Beispiele, wo Geschäftsfälle Daten und Code über ein Jahrhundert gewartet und betrieben werden müssen. Was bedeutet dies vor allem auch für die gesellschaftliche Kontrolle dieser Infrastrukturen.

    Ich provoziere: Wenn wir aber der Realität der letzten Jahrzehnte ins Auge blicken so sind wir (in Europa) nicht längst eine digitale Kolonie und versuchen jetzt den Zwergenaufstand? Kein einziges der weltweit größten 25 Unternehmen (die ersten zehn fast ausschließlich IT-Unternehmen) ist europäisch und auch in einer Bewertung kritischer Technologien und deren Führerschaft spielt Europa keine Rolle. Haben wir also in Europa in allen wesentlichen Aspekten den Anschluss verloren? Was gibt es überhaupt noch zu tun?

    Wilfried bringt die »Gegenprovokation«:

    »Jedes System erlebt, bevor es zusammenkracht, seine große Blüte.«

    Wer wird gewinnen? Der Tyrannosaurus Rex oder die Säugetiere? Ist diese Metapher zutreffend? Welche unserer Provokationen gewinnt? 😉 Ist Europa vielleicht sogar im Vorteil, weil wir traditionell mit Dezentralität kulturell gut umgehen?

    Was können wir von der EU erwarten? Oder zynisch formuliert: Sollen wir uns eher vor der EU-Politik fürchten? Denken wir an die zentralen Ziele der Lissabon-Strategie von 2000, die EU zum wettbewerbsfähigsten und dynamischsten wissensbasierten Wirtschaftsraum der Welt zu machen — mit Fokus auf Innovation — geplant bis 2010. 2026 ist das genaue Gegenteil zu beobachten.

    Wie kann es gelingen, Rahmenbedingungen zu geben, die Innovation nicht behindern und Bottom-Up-Prozesse verstärken — gemeinsam steuern, aber auch die Möglichkeit bieten, auszustiegen, wenn einem der Pfad nicht gefällt?

    Was versteht man unter »Software Gardening« und warum könnte das eine breitere Wirkung entfalten?

    »Das Gras wächst nicht schneller, wenn man daran zieht«

    Aber man kann das junge Gras auch zertreten. Haben wir zu viel Regulierung in der EU, oder sind wir im Prinzip auf einem richtigen Weg?

    Was können Individuen oder einzelne Unternehmen tun, um durch ein höheres Maß an Souveränität Wettbewerbsvorteile zu lukrieren?

    »Beziehung, Netzwerk ist Trumpf — über den einzelnen Baustein.«

    Strategische Vernetzung könnte sich als Erfolgsmodell herauskristallisieren. Das erfordert neues Denken und neue strategische Prozesse.

    »Ich muss von einer Konsumenten-transaktionalen Geld-gebe-Haltung in eine Beteiligungs-Haltung wechseln.«

    Andererseits ist das Erfolgsmodell westlicher Industrienationen die arbeitsteilige Wirtschaft. Wie passt das zusammen?

    Es stellt sich für Unternehmen immer mehr die Frage: Was ist strategisch, was ist eine Commodity? Beide Dinge erfordern sehr unterschiedliche Zugänge.

    Referenzen

    Andere Episoden

    Episode 144: Was ist Fortschritt? Ein Gespräch mit Dr. Daniel Stelter aus ökonomischer Perspektive

    Episode 141: Passagier oder Steuermann? Ein Gespräch mit Markus Raunig

    Episode 134: Das Werdende, das ewig wirkt und lebt? Transzendent oder Transient

    Episode 132: Fragen an die künstliche Intelligenz — eine konstruktive Irritation

    Episode 122: Komplexitätsillusion oder Heuristik, ein Gespräch mit Gerd Gigerenzer

    Episode 121: Künstliche Unintelligenz

    Episode 109: Was ist Komplexität? Ein Gespräch mit Dr. Marco Wehr

    Episode 107: How to Organise Complex Societies? A Conversation with Johan Norberg

    Episode 94: Systemisches Denken und gesellschaftliche Verwundbarkeit, ein Gespräch mit Herbert Saurugg

    Episode 61: Digitaler Humanismus, ein Gespräch mit Erich Prem

    Episode 40: Software Nachhaltigkeit, ein Gespräch mit Philipp Reisinger

    Episode 20: Offene Systeme – Teil 2: Gespräch mit Lukas Lang und Christoph Derndorfer

    Episode 19: Offene Systeme – Teil 1: Gespräch mit Lukas Lang und Christoph Derndorfer

    Wilfried, Kevin, SBA

    Wilfried Jäger bei OSSBIG

    Kevin Mallinger bei SBA Research

    Softwarequalität verstehen, messen und steuern — SBA Kurs und Beratung

    Fachliche Referenzen

    Linux in München? Heise (2024)

    General Stanley McChrystal, Teams of Teams: New Rules of Engagement for a Complex World, Penguin (2015)

    Dan Davies, The Unaccountability Machine, Why Big Systems Make Terrible Decisions - and How The World Lost its Mind, Profile Books (2024)

    ODT Textformat

    ASPIs Critical Technology Tracker

    EU: European Digital Infrastructure Consortium
  • Zukunft Denken – Podcast

    146 — Besser informiert?

    08.02.2026 | 13 Min.
    Das ist heute ein Quickie, aber das Thema scheint mir so relevant, dass ich es kurz teilen möchte.

    Außerdem möchte ich wieder mit ein paar Fragen zum Ende der Episode zum Nachdenken provozieren. Schicken Sie mir gerne Ihre Ideen dazu, auch gerne via X.

    Die Kernfrage, die ich mir in der letzten Zeit in Diskussionen mit guten Journalisten immer wieder stelle ist: sind wir heute besser informiert als früher, also nehmen wir etwa als Vergleichszeitraum die 1960er Jahre an. Oder man sollte vielleicht noch etwas genauer formulieren: wer ist heute besser informiert als früher und wer vielleicht schlechter?

    Auslöser war unter anderem ein Artikel von Ted Gioia, auf den ich kürzlich gestoßen bin, der sich im Kern auf einen Artikel einer Gruppe britischer Journalisten bezieht. Und was diese Journalisten herausgefunden haben, ist schon — selbst nach heutigen Maßstäben — abenteuerlich. Gioia schreibt

    “There’s disturbing evidence that a growing number of experts cited in the media simply don’t exist. And they are showcased in some of the most prestigious newspapers and online platforms.A group of journalists recently tried to verify the existence of 50 experts featured more than a thousand times in prominent articles. But these people can’t be found in the real world. In many instances, the articles include a photo that appears to be AI-generated.”

    und weiter:

    It’s a lot easier to create these fake experts than to prove their non-existence.

    Sind wir also besser oder schlechter informiert, und wer ist überhaupt »Wir«?

    Weitere Zitate der Episode:

    »Nullius in Verba!«, Motto der Royal Society

    zurückgehend auf Horaz:

    »Nullius addictus iurare in verba magistri.«

    Hexenmeister oder Zauberlehrling? Die Wissensgesellschaft in der Krise
    ist verfügbar! Zum Vertiefen in derartige Themen, sowie um dieses Projekt zu unterstützen!

    Andere Episoden

    Episode 143: Auf Sand gebaut?

    Episode 138: Im Windschatten der Narrative, ein Gespräch mit Ralf M. Ruthardt

    Episode 134: Das Werdende, das ewig wirkt und lebt? Transzendent oder Transient

    Episode 133: Desinformiere Dich! Ein Gespräch mit Jakob Schirrmacher

    Episode 130: Populismus und (Ordo)liberalismus, ein Gespräch mit Nils Hesse

    Episode 121: Künstliche Unintelligenz

    Episode 116: Science and Politics, A Conversation with Prof. Jessica Weinkle

    Episode 112: Nullius in Verba — oder: Der Müll der Wissenschaft

    Episode 106: Wissenschaft als Ersatzreligion? Ein Gespräch mit  Manfred Glauninger

    Episode 102: Live im MQ, Verantwortung. Ein Gespräch mit Daphne Hruby

    Episode 93: Covid. Die unerklärliche Stille nach dem Sturm. Ein Gespräch mit Jan David Zimmermann

    Episode 84: (Epistemische) Krisen? Ein Gespräch mit Jan David Zimmermann

    Referenzen

    Are These 50 Experts Real People? - by Ted Gioia

    Noam Chomsky and Edward S. Herman, Manufacturing Consent: The Political Economy of the Mass Media (1988)

    Manufacturing Consent

    S.J. Taylor, Stalin's Apologist: Walter Duranty, The New York Times's Man in Moscow, Oxford University Press (1990) 

    Doomberg, Fit to Print. One news event, many spins: A global propaganda tour. (2026)

    Nullius in Verba — Royal Society
  • Zukunft Denken – Podcast

    145 — Reflexion und Rekonstruktion!

    27.01.2026 | 18 Min.
    Wieder eine kurze Folge der Reflexion des vergangenen Jahres, die auch für mich selbst dient: Was habe ich gebracht, warum und wie soll ich in diesem Jahr weitermachen? Auch wenn dies bereits die zweite Folge im Jahr ist, aber das spielt ja wohl keine große Rolle.
    Der Titel der Folge ist »Reflexion und Rekonstruktion« — der zweite Teil des Titels wird sich am Ende der Episode klären.

    Mein neues Buch:
    Hexenmeister oder Zauberlehrling? Die Wissensgesellschaft in der Krise
    ist verfügbar!
    Perfekt um die Reflexion des vergangenen Jahres zu vertiefen und zu verbreitern!

    Interessant für mich ist im Rückblick aber immer: Was waren die Schwerpunkte? Warum diese Themen, was nehme ich weiter mit? Die Themen sind oft getrieben von meinen aktuellen Interessen und Recherchen, Vorträgen, kommerziellen Beratungen und Projekten.

    Sie sind weniger getrieben — wie es sein sollte — von zeitgeistigen Themen, wenngleich das im vergangenen Jahr etwas anders ausgesehen haben mag, aber ich komme gleich darauf. 
    Begleiten Sie mich auf einer kurzen Reflexion, aber auch bei einem vielleicht etwas launigen Kommentar.

    Die Zitate dieser Episode:

    »Die Omnipräsenz der Krise, die zu einem Merkmal unseres Lebens geworden ist, stellt uns jedoch vor ein großes Problem: Die Krise ist die Unterbrechung des Alltags, nicht dessen Fortsetzung mit anderen Mitteln.«, Konrad Paul Liessmann

    Liessman weiter in diesem Buch:

    »Und in aller Krisenrhetorik wird meist der Fokus auf die vermeintliche Krise gelenkt, von der einige profitieren, während die wirklichen Krisen übersehen oder dadurch herbeigeführt werden.«

    Nullius in Verba ist das Motto der ältesten wissenschaftlich Gesellschadt der Welt, der Royal Society, die 1660 gegründet wurde und übersetzt sich in etwa so ins Deutsche: »Verlass dich auf das Wort von niemandem«.

    »unaccountability to the external world is not simply a happenstance but a principle«, Thomas Sowell

    Dr. Daniel Stelter in Episode 144:

    »Es ist einfach traurig. Wir sind einfach in jeder Hinsicht so viel schlechter geworden.«

    Douglas Murray über das Zeitalter der Rekonstruktion:

    »We should be the reconstructionists. The deconstructionists knew something about how to take  things apart but like children with bicycles had no idea how to put them back together.«

    und zum Abschluss:

    »We have the choice either to live in the wastelands or to rebuild them.«

    Referenzen

    Konrad Paul Liessmann, Was nun? Eine Philosophie der Krise, Paul Zsolnay Verlag (2025)

    Thomas Sowell, intellectuals and Society, Basic Books (2010)

    Douglas Murray at ARC 2025: The Age of Reconstruction
  • Zukunft Denken – Podcast

    144 — Was ist Fortschritt? Ein Gespräch mit Dr. Daniel Stelter aus ökonomischer Perspektive

    14.01.2026 | 54 Min.
    Ich habe mich mit dem Thema »Fortschritt« — also was konstituiert Fortschritt in unserer Gesellschaft, wie können wir ihn beschreiben, wie wird Fortschritt kritisiert, wie unterscheidet sich Fortschritt von Innovation usw. — schon des Öfteren in diesem Podcast auseinandergesetzt. Dies ist im Kern eines der wichtigsten Themen, vielleicht sogar ein roter Faden, der durch die sechs Jahre des Podcasts läuft.

    Mein neues Buch:
    Hexenmeister oder Zauberlehrling? Die Wissensgesellschaft in der Krise
    ist verfügbar! Schon gelesen?

    In dieser Episode freue ich mich besonders, Ihnen meinen heutigen Gast vorstellen zu dürfen: Dr. Daniel Stelter. Er ist Ökonom und daher betrachten wir das Thema Fortschritt aus der Brille der Ökonomie.

    Dr. Stelter ist nicht nur einer der führenden deutschen Ökonomen, er ist außerdem häufiger Gast in politischen Talkshows, schreibt regelmäßig für verschiedene Medien wie etwa die Wirtschaftswoche, Cicero, Handelsblatt und andere. Er ist Autor mehrerer Bücher und hat außerdem eigene Podcasts wie Beyond the Obvious und Make Economy Great Again, letzterer gemeinsam mit dem Herausgeber der Welt, Ulf Poschardt. Links dazu wie immer in den Shownotes.

    Da er sich über seine Artikel sowie die eigenen Podcasts sehr ausführlich mit dem aktuellen Geschehen beschäftigt, werden wir in dieser Episode einen anderen Blickwinkel wählen.

    Aber steigen wir gleich direkt in das Thema ein, sozusagen: keine Details — was ist Fortschritt?

    »Das Leben wird vorwärts gelebt und rückwärts verstanden.«, Soren Kierkegaard

    Wie aber gestalten wir unser Leben vorwärts? Dazu ergänzt Milan Kundera einen wichtigen Aspekt:

    »Der Mensch schreitet im Nebel voran. Aber wenn er zurückblickt, um die Menschen der Vergangenheit zu beurteilen, sieht er keinen Nebel auf ihrem Weg. Von seiner Gegenwart aus, die ihre ferne Zukunft war, sieht ihr Weg für ihn völlig klar aus, gute Sicht auf dem ganzen Weg. Wenn er zurückblickt, sieht er den Weg, er sieht die Menschen, die voranschreiten, er sieht ihre Fehler, aber nicht den Nebel.«

    In der Rückschau wirken die Dinge oftmals klar und einfach oder werden so dargestellt. Der richtige Pfad und die Irrtümer sind doch so offensichtlich! Was bedeutet das für die Ökonomie? Dr. Stelter erläutert dies am Beispiel von Geldmenge, Inflation und Zinsen.

    Wie würden Ökonomen Fortschritt beschreiben, oder an welchen Indikatoren würden Sie Fortschritt festmachen?

    »Es gibt eine ganz eindeutige Korrelation zwischen wachsendem Einkommen und zunehmendem Glück.«

    Und wie ist es uns hier (global) in den vergangenen Jahren ergangen?

    »Eigentlich, wenn man mal guckt: die letzten 20, 30 Jahre haben wir einen unglaublichen Zuwachs an Wohlstand gesehen — weltweit — wir haben einen Rekord-Rückgang der Armut. Das ist ein ganz großer Erfolg. Wir haben einen Rückgang der Kindersterblichkeit usw.«

    Auch wenn es immer wieder Rückschritte gibt:

    »Die Menschheitsgeschichte ist eine Geschichte des Fortschritts.«

    Wie ist Fortschritt zu beschreiben, vor allem auch gegen den Begriff der Innovation? Wer trifft die gesellschaftlich wichtige Bewertung? Außerdem: Was wird eigentlich von den Menschen als »Neu« wahrgenommen?

    »Es gibt keinen Fall in der Weltgeschichte, wo geringerer Wohlstand zu mehr Glücksgefühl geführt hat.«

    Was aber ist schlicht »Hintergrund«, Normalität?

    »Wir sind zum Fortschritt verdammt.«

    Kann das aber gelingen? Stetiger Fortschritt, wenn auch mit kleinen Tälern, die zu durchschreiten sind?

    »Der Kreativität und der Intelligenz der Menschen ist keine Grenze gesetzt.«

    Warum haben aber unter diesen Voraussetzungen Vertreter von Kriegswirtschaft, De-Growth und anderen autoritären und destruktiven Ideen heute in der Gesellschaft dennoch eine Deutungshoheit? Oder jedenfalls scheint es so zu sein, dass diese Deutungshoheit gegeben ist?

    Kann der Konflikt Freiheit vs. Kollektivismus überhaupt aufgelöst werden?

    »Show me the incentives and I show you the outcome«, Charlie Munger

    Wir diskutieren dann weiter grundsätzlichere Fragen der Ökonomie, vor allem auch die Rolle, die Energie in ökonomischen Betrachtungen spielt.

    »Die klassische Definition der Ökonomie ist, dass sie die Lehre von der Allokation knapper Ressourcen ist, die alternative Verwendungen haben.«, Thomas Sowell

    und

    »the economic system is essentially a system for extracting, processing and transforming energy as resources into energy embodied in products and services. Simply put, energy is the only truly universal currency«, Robert Ayres, zitiert in Vaclav Smil, How the World Really Works

    Warum sind Preissignale ein wesentlicher Mechanismus freier Märkte und warum ist es so problematisch, wenn diese verzerrt werden?

    Welche Rolle spielt die Energie also für Fortschritt und Wohlstand?

    Die vormaligen Entwicklungsländer holen auf — was hat dies für Folgen? Bleiben wir stehen? Gehen wir voran oder fallen wir gar zurück? Im Augenblick trifft eindeutig Letzteres zu, aber wie kommen wir aus dieser Krise heraus?

    »Die Zukunft der Welt wird immer energiehaltiger sein.«

    Dr. Stelter erwähnt die UN-Entwicklungsziele: Es gibt 17 UN-Nachhaltigkeitsziele, aber nur eines davon betrifft den Klimawandel. Auch in weltweiten Umfragen rangiert der Klimawandel meist eher auf den hinteren Plätzen in der Beurteilung der Menschen. So ergibt etwa die globale IPSOS Umfrage vom Dezember 2025, das nur rund 13% der Menschen den Klimawandel als größtes Problem sehen. Er kommt damit auf den 10. Platz, der niedrigste Wert seit 2021.

    Manche für die Menschen lebensbedrohliche Probleme bleiben im Westen sogar völlig unbekannt, obwohl sie ähnlich viele Opfer wie die Covid-Pandemie verursacht haben und weiter verursachen — Luftverschmutzung in Innenräumen durch mangelnde Verfügbarkeit sauberer Energie wie Gas etwa.

    Wie sollen wir also mit dem Klimawandel umgehen, vor allem unter der Betrachtung, dass es sich dabei nur um eine von vielen Herausforderungen handelt?

    Fortschritt ist auch die Abwesenheit von Krieg — wie spielt diese Einschätzung mit den anderen genannten Faktoren und der Demographie zusammen?

    »Sie sehen mich — was Leute, die mich sonst hören, überraschen wird — prinzipiell optimistisch.«

    Was aber für die Welt gilt, muss auf absehbare Zeit nicht für Deutschland oder Europa gelten. Warum ist das so?

    »... weil wir freiwillig gesagt haben, dass wir uns von diesem Fortschritt verabschieden.«

    Das lässt ein gemischtes Bild für uns zurück:

    »Ich persönlich bin extrem optimistisch, was die Menschheit betrifft, ich bin leider nicht so optimistisch, was Deutschland und Europa betrifft.«

    Warum brauchen wir viel mehr dezentrale Entscheidungen und viel weniger Top-Down-»Management« und vermeintliche politische Lösungen von oben herab?

    »Dezentrale Entscheidungen sind einfach immer zentralen überlegen.«

    Innovation und Fortschritt sind nur mit Risiko zu haben — wir sind aber eine geradezu panische und von vermeintlicher (!) Sicherheit faszinierte Gesellschaft geworden. Dies ist eine Situation, die aber tatsächlich wesentliche Risiken nicht reduziert, sondern vielmehr dramatisch erhöht. Wie können wir das in Europa verändern? Kann ein Blick in die Geschichte dabei helfen?

    »Darwin was a landmark, not only in the history of biology, but in the history of intellectual development in general. He showed how-with sufficient time-nonpurposeful activity could lead to nonrandom results: he divorced order from "design." Yet the animistic fallacy would say that the absence of "planning" must lead to chaos-and the economic and political consequences of that belief are still powerful today.«, Tom Sowell

    Es gibt wohl die großen drei Wellen der Evolution, von denen wir aber bisher nur die erste verinnerlicht haben?

    Biologie (19. Jahrhundert)

    Ökonomie (theoretisch im 20. Jahrhundert mehrfach ausgedrückt, bis heute dennoch nicht verinnerlicht)

    Wissenschaft (bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts teilweise verstanden, dann wieder vergessen)

    »Ich bin immer fasziniert, wenn in der öffentlichen Diskussion von Neoliberalismus, der bei uns herrschen würde, gesprochen wird — und ich frage mich: bei Staatsanteilen von über 50 % wo ist da dieser Neoliberalismus.«

    Deckt sich die Meinung in der Bevölkerung eigentlich mit der veröffentlichten Meinung der Legacy-Medien?

    »Es wird immer gerne vom Marktversagen gesprochen, bei Dingen, wo man aber sagen muss, eigentlich ist es kein Marktversagen, sondern die Folgen von vorherigen Eingriffen der Politik.«

    Wie können wir von hier in die Zukunft blicken?

    Wie gehen wir mit Anreizsystemen in der Politik um? Das nicht ganz ernst gemeinte Parkinson’s Law sagt: Arbeit füllt immer die verfügbare Zeit aus. Meine provokante Frage: Gilt dasselbe für Budget und Schulden? Was folgt daraus? Wie lange überlebt eine Nation, ein System, das immer weniger produktive und innovative Menschen und immer mehr Menschen hervorbringt, die im Kern von diesen produktiven Menschen leben?

    Das knüpft an ein früheres Buch von Dr. Stelter an und an ein neues Projekt: Acht Jahre nach dem »Märchen vom reichen Land« — wo stehen wir eigentlich?

    »Es ist einfach traurig. Wir sind einfach in jeder Hinsicht so viel schlechter geworden.«

    Warum ist die Hoffnung, dass eine Reform wie vor rund zwanzig Jahren unter Schröder wieder stattfinden und auch erfolgreich sein könnte, trügerisch? Auch die Hoffnung, die man durch einen Blick Richtung Argentinien haben könnte, ist für uns nur bedingt vergleichbar.

    »Argentinien ist energiereich, hat Rohstoffe und großes Potenzial in der Landwirtschaft. Die haben etwas, auf das sie aufsetzen können. Wir hingegen haben eigentlich nur das Bildungsniveau, das wir haben, und den Fleiß der Bevölkerung... […] Es kann sein, dass es irgendwann den Milei gibt, nur dieser Milei wird es dann ungleich schwerer haben, Deutschland und Europa voranzubringen, weil er eben nicht über ein paar gute Assets verfügt wie Argentinien.«

    Was sollen wir jungen Menschen raten, die jetzt vor der Wahl stehen, wie sie ihr Leben ausrichten?

    »Wir alle haben zwei Möglichkeiten, wir haben die Möglichkeit zu kämpfen oder zu gehen.«

    Referenzen

    Andere Episoden

    Episode 141: Passagier oder Steuermann? Ein Gespräch mit Markus Raunig

    Episode 139: Komfortable Disruption

    Episode 138: Im Windschatten der Narrative, ein Gespräch mit Ralf M. Ruthardt

    Episode 135: Friedrich Hayek und die Beschränktheit der menschlichen Vernunft. Ein Gespräch mit Nickolas Emrich

    Episode 131: Wot Se Fack, Deutschland? Ein Gespräch mit Vince Ebert

    Episode 130: Populismus und (Ordo)liberalismus, ein Gespräch mit Nils Hesse

    Episode 128: Aufbruch in die Moderne — Der Mann, der die Welt erfindet!

    Episode 125: Ist Fortschritt möglich? Ideen als Widergänger über Generationen

    Episode 120: All In: Energie, Wohlstand und die Zukunft der Welt: Ein Gespräch mit Prof. Franz Josef Radermacher

    Episode 117: Der humpelnde Staat, ein Gespräch mit Prof. Christoph Kletzer

    Episode 107: How to Organise Complex Societies? A Conversation with Johan Norberg

    Episode 44: Was ist Fortschritt? Ein Gespräch mit Philipp Blom

    Dr. Daniel Stelter (eine Auswahl):

    Leading Minds

    Handelsblatt Artikel

    Cicero Artikel

    Think Beyond the Obvious Podcast

    Make Economy Great Again Podcast (mit Ulf Poschardt)

    Ausgewählte Bücher:

    Das Märchen vom reichen Land: Wie die Politik uns ruiniert, Finanzbuch Verlag (2018)

    Ein Traum von einem Land: Deutschland 2040, Campus Verlag (2021)

    Fachliche Referenzen

    Milan Kundera, Testament Betrayed, Harper (2023)

    Charlie Munger on Incentives: Video 1, Video 2

    Thomas Sowell, Knowledge and Decision, Basic Books (1996)

    Vaclav Smil, How the World Really Works, Penguin (2022)

    UN-Nachhaltigkeits-Ziele (SDGs)

    https://www.ipsos.com/en/what-worries-world
  • Zukunft Denken – Podcast

    143 — Auf Sand gebaut?

    31.12.2025 | 13 Min.
    Ich habe in den vergangenen Jahren ja immer wieder mit Biologen über verschiedene Themen gesprochen, und eine sehr spannende Frage, die hier und da aufgetaucht ist lautet: was ist eigentlich die Definition von Leben? Oder anders ausgedrückt: wie können wir Leben von Nicht-Leben unterscheiden?

    Aber gleich vorweg gesagt: diese biologische Frage ist faszinierend und leitet die Episode ein, ist per se nicht das Thema dieser Folge, sondern nur eines von mehreren Beispielen; wie etwa der Frage, was Wissenschaft von Nicht-Wissenschaft unterscheidet, was ist Intelligenz, was ist Energie und nicht zuletzt — was ist Pornographie?

    Aber diese Beispiele dienen einer viel fundamentaleren Frage: wie kann ein wesentliches Gebäude gebaut werden, wenn das Fundament aus Sand besteht? Und kann dieses Gebäude überhaupt nützlich sein?

    Zusammenfassend die Zitate dieser Episode:

    NASA-Definition von Leben

    “Life is a self-sustaining chemical system capable of Darwinian evolution.”

    Lee Cronin's Definition:

    »Life is the universe developing a memory.«

    Richard Feynman schreibt:

    »It is important to realize that in physics today, we have no knowledge of what energy is. We do not have a picture that energy comes in little blobs of a definite amount. It is not that way. However, there are formulas for calculating some numerical quan-tity, and when we add it all together it gives ... always the same number. It is an abstract thing in that it does not tell us the mechanism or the reasons for the various formulas. «

    Karl Popper:

    »the belief in the importance of the meanings of words, especially definitions, was almost universal. The attitude which I later came to call “essentialism”«

    »the principle of never arguing about words and their meanings, because such arguments are specious and insignificant.«

    »This, I still think, is the surest path to intellectual perdition: the abandonment of real problems for the sake of verbal problems.«

    Dwight D. Eisenhower:

    »Plans are worthless but planning is everything«

    Generalfeldmarschall Helmuth Karl Bernhard von Moltke:

    »Kein Plan überlebt die erste Feindberührung«

    Referenzen

    Andere Episoden

    Episode 137: Alles Leben ist Problemlösen

    Episode 132: Fragen an die künstliche Intelligenz — eine konstruktive Irritation

    Episode 129: Rules, A Conversation with Prof. Lorraine Daston

    Episode 123: Die Natur kennt feine Grade, Ein Gespräch mit Prof. Frank Zachos

    Episode 121: Künstliche Unintelligenz

    Episode 106: Wissenschaft als Ersatzreligion? Ein Gespräch mit  Manfred Glauninger

    Episode 91: Die Heidi-Klum-Universität, ein Gespräch mit Prof. Ehrmann und Prof. Sommer

    Episode 85: Naturalismus — was weiß Wissenschaft?

    Episode 83: Robert Merton — Was ist Wissenschaft?

    Episode 80: Wissen, Expertise und Prognose, eine Reflexion

    Episode 75: Gott und die Welt, ein Gespräch mit Werner Gruber und Erich Eder

    Episode 68: Modelle und Realität, ein Gespräch mit Dr. Andreas Windisch

    Episode 55: Strukturen der Welt

    Episode 49: Wo denke ich? Reflexionen über den »undichten« Geist

    Episode 48: Evolution, ein Gespräch mit Erich Eder

    Episode 14: (Pseudo)wissenschaft? Welcher Aussage können wir trauen? Teil 2

    Episode 13: (Pseudo)wissenschaft? Welcher Aussage können wir trauen? Teil 1

    Episode 6: Messen, was messbar ist?

    Episode 2: Was wissen wir?

    Fachliche Referenzen

    Hexenmeister oder Zauberlehrling? Die Wissensgesellschaft in der Krise

    NASA Astrobiology, About Life Detection

    Erwin Schrödinger, Was ist Leben, Piper (1989)

    Lee Cronin: Origin of Life, Aliens, Complexity, and Consciousness | Lex Fridman Podcast #269

    Why Everything in the Universe Turns More Complex, Quanta Magazine & Supplements

    Richard Feynman Lectures

    »I know it when I see it«, Potter Stewart

    Karl Popper, Unended Quest, Routledge Classics (2002)

    Helmuth von Moltke, Zitat

Weitere Bildung Podcasts

Über Zukunft Denken – Podcast

Woher kommen wir, wo stehen wir und wie finden wir unsere Zukunft wieder?
Podcast-Website

Höre Zukunft Denken – Podcast, {ungeskriptet} - Gespräche, die dich weiter bringen und viele andere Podcasts aus aller Welt mit der radio.de-App

Hol dir die kostenlose radio.de App

  • Sender und Podcasts favorisieren
  • Streamen via Wifi oder Bluetooth
  • Unterstützt Carplay & Android Auto
  • viele weitere App Funktionen

Zukunft Denken – Podcast: Zugehörige Podcasts

Rechtliches
Social
v8.7.0 | © 2007-2026 radio.de GmbH
Generated: 3/2/2026 - 2:06:50 AM